Johann Daniel Runge
An Carl Friedrich von Rumohr
An Carl Friedrich von Rumohr
Herr Perthes wird Ihnen vielleicht gesagt haben, daß mein seeliger und geliebter Bruder es sterbend mir überlassen hat, die Welt mit dem, was er für die Kunst und durch dieselbe hat leisten wollen, näher bekannt zu machen, als es ihm seine kurze Laufbahn erlaubt hat, und daß sich mannichfaltiges Denkwürdige an schriftlichen Aufsätzen und Bruchstücken hauptsächlich in Briefen an mich und andre, von ihm vorfindet, mit dessen Sammlung und Anordnung ich mich beschäftige. Erlauben Sie mir die Frage, ob sich in seinen Briefen an Sie auch etwas befindet, das nach Ihrer Einsicht dahin gehörte und dessen Mittheilung erfreulich wäre, und ob Sie zu einer solchen an mich, zu jenem Zwecke, geneigt wären? Schon lange habe ich herzlich gewünscht, Ihnen einmal die schönen Studien des Seeligen, in deren Besitze ich bin, vorzeigen, sie mit Ihnen durchgehn zu können - Werden Sie nicht etwa einmal nach Hamburg kommen?
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