Joseph von Görres
An Johann Daniel Runge
An Johann Daniel Runge
Runge hat wohl gethan, daß er in dieser verwirrten und aufgeregten Zeit vom Balancirseile herabgesprungen. Es hat mich wunderbar ergriffen, daß, während er um seinen Tod gebeten, dieser, wie sich am Ende ausgewiesen, in seiner Hand gewesen; und dann das Kind darauf, das zum erstenmale am Sterbebette des Vaters weint!
Der Tod ist wie die Nacht wohl bey allen Menschen gleich, aber eine bessere Nachdämmerung hätte sein Leben wohl verdient. Die meisten Menschen, die ich bisher geachtet und geschätzt, sind auS der Welt gegangen, ohne daß ich persönlich sie gekannt. -
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