Philipp Otto Runge
An Gustaf
An Gustaf
--Es ist ein trauriger und jammervoller Zustand in
der Welt und muß es ein Jeder fühleh. Und gegen das alles kann man nichts weiter thun als tapfer aushalten
und in sich wider alle Zweifel kämpfen. Die Begebenheiten drängen sich do ungeheuer, und der Hoffnung
wird alle Tage ein neuer Ausgang gezeigt, so daß die bloß menschlichen Kräfte und Pai~teyen ganz darunter
vergehen, und die da meynen, sie führteh den Krieg nur auf kurze Zeit, ein Werkzeug sind, das grade zu
fördern, was sie zerstören wollen. Es wird mit jedem Schritt, den die Franzosen thun Unmöglicher, ffl sie
ganz siegen können. da die Stimmung jedes Einzelnen immer bestimmter sich dawider richtet. Dadurch, daß
sie siegen, zwingen sie die Verbünaeten; immer einen höhern und gründlicheren StandPunct gegen sie 7u
ergreifen. Die Untreue können die Franzosen nicht vefstek~ ken, und je mehr sie Yünste gebrauchen, desto
etfahrner machen sie ihre Gegner, um sich vorzusehen, und Soviel böser die Franzosen werden, um soviel
besser wird die Sache der VerbÜndeten und was sie verfechten. Es ist ein Großes und Herrliches, das wir
erfahren, und Gott erhalte uns, laß wir das Ende erleben !
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